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Struktur


Konzernstruktur

Die Francotyp-Postalia Holding AG ist die Obergesellschaft des FP-Konzerns und nimmt im Wesentlichen die Funktion einer Holding wahr. Die Gesellschaft hält 100 % der Geschäftsanteile an der Francotyp-Postalia GmbH. In dieser sowie in ihren unmittelbaren und mittelbaren Tochtergesellschaften ist das operative Geschäft des FP-Konzerns im Bereich Frankieren und Kuvertieren gebündelt. Zudem hält die Francotyp-Postalia Holding AG 100 % der Anteile an der freesort GmbH, 51 % an der iab und 51 % an der am 3. März 2011 erworbenen mentana-claimsoft GmbH (ehemals AG). Die drei letztgenannten Gesellschaften bieten die Produktbereiche Mail Services und Softwarelösungen an.

Die FP InovoLabs GmbH wurde 2009 als 100 %ige Tochter der FP Holding AG gegründet. Im Geschäftsjahr 2010 erfolgte die Gründung der FP Sverige AB in Schweden. Am 18. Januar 2011 wurde die Verschmelzung der Gesellschaft Franco Frankerings Intressenter AB auf die Francotyp-Postalia Sverige AB eingetragen. Im Geschäftsjahr 2011 wurde in Frankreich die Francotyp-Postalia France SARL als 100 %ige Tochter der Francotyp-Postalia GmbH gegründet. Damit verfügt der FP-Konzern über zehn ausländische Vertriebsgesellschaften und ist in den international wichtigen Märkten direkt vertreten.

Die Beteiligungsverhältnisse zum 31. Dezember 2011 sind in der folgenden Übersicht über die Konzernstruktur dargestellt.


unternehmensstruktur

Wesentliche Standorte

Hauptsitz des Unternehmens und größter Standort des FP-Konzerns ist Birkenwerder bei Berlin. Hier sind zentrale Unternehmensbereiche wie Rechnungswesen, Einkauf und Konzernsteuerung angesiedelt. Außerdem erfolgt dort die Entwicklung der Frankiermaschinen. Der weltweite Vertrieb der Frankier- und Kuvertiermaschinen erfolgt über zehn eigene Tochtergesellschaften in den wichtigsten Märkten sowie über ein dichtes Händlernetzwerk. Eine Übersicht zu den Tochtergesellschaften findet sich im Konzernanhang.

2011 hat der FP-Konzern eine neue Produktion im brandenburgischen Wittenberge zur Herstellung seiner neuen Frankiersysteme aufgebaut. Im Oktober des vergangenen Jahres begann das Unternehmen am neuen Standort mit der Produktion. Als erstes Produkt fertigt das Unternehmen dort die Frankiermaschine MyMail. In den darauffolgenden Wochen startete der FP-Konzern in Wittenberge auch mit der Produktion der ersten Maschinen des neuen Frankiersystems PostBase; im zweiten Quartal 2012 läuft die Serienproduktion an.

Im Frühjahr 2011 wurde die Schließung der Produktion in Singapur abgeschlossen. Dort hatte das Unternehmen Vorprodukte produziert. Diese Produktion wird nun in Wittenberge erfolgen. Die Schließung der Produktion in Birkenwerder erfolgt bis zum Ende des ersten Quartals 2012. Hauptsitz des Unternehmens bleibt weiterhin Birkenwerder.

Weltweites Netzwerk

Mit seinen Frankiermaschinen ist der FP-Konzern weltweit in den wichtigsten Märkten vertreten, darunter Deutschland, USA und Großbritannien sowie seit 2011 auch Frankreich.


2011 hat das Unternehmen die nationalen Vertriebe in Deutschland unter einem Dach zusammengeführt. Sämtliche nationalen Vertriebsaktivitäten der Gruppe liegen in der Verantwortung der Francotyp-Postalia Vertrieb und Service GmbH. Hierdurch erreicht das Unternehmen eine engere Verknüpfung der Produkte im Bereich der physischen, halbelektronischen und vollelektronischen Briefkommunikation.


Der weltweite Vertrieb erfolgt über elf eigene Tochtergesellschaften in den wichtigsten Märkten sowie ein dichtes Händlernetzwerk in rund 40 Ländern. Im Oktober 2011 erhielt das Unternehmen die Zulassung durch die französische Post La Poste für die MyMail, eine Frankiermaschine für das kleine Briefvolumen. Damit kann der FP-Konzern sein Produkte im größten europäischen Frankiermaschinenmarkt anbieten.


Auf dem wachstumsstarken asiatischen Markt agiert das Unternehmen seit Anfang 2009 mit der Tochtergesellschaft Francotyp-Postalia Asia Pte. Ltd. in Singapur. Von dort aus baut der FP-Konzern seine Vertriebsgeschäft sowie die Präsenz in Asien mit neuen Partnern und Kunden aus. Kernmärkte für den FP-Konzern sind Singapur, gefolgt von Indien und Malaysia.


Im Bereich der Mail Services konzentriert sich der FP-Konzern auf den deutschen Markt. 2010 hat der FP-Konzern begonnen, die Internationalisierung seiner Softwarelösungen voranzutreiben. Nach der Einführung in Großbritannien und Belgien folgten 2011 Österreich und Italien. Künftig sollen weitere Länder folgen, um neue Absatzmärkte zu erschließen.

Produktbereich Frankieren und Kuvertieren

Kerngeschäft des FP-Konzerns


In seinem Produktbereich Frankieren und Kuvertieren konzentriert sich der FP-Konzern auf die Entwicklung, die Fertigung, den Vertrieb sowie die Vermietung von Frankier- und Kuvertiermaschinen.


Mit Frankiermaschinen können Kunden ihre Post in kurzer Zeit automatisiert frankieren. Die Effizienz der Verarbeitung der Ausgangspost steigt erheblich, da das jeweilige Porto elektronisch in die Maschine geladen wird und die Frankierung mit dem jeweils richtigen Wert erfolgt. In einigen Ländern spart der Kunde zusätzlich Porto, da die nationalen Postorganisationen einen Rabatt bei der Freimachung durch Frankiermaschinen gewähren. Alle Frankiermaschinen sind von den nationalen, gesetzlich autorisierten, öffentlichen oder privaten Postgesellschaften zertifiziert. Diese Zertifikate schließen auch die unterschiedlichen von den Postorganisationen geforderten Tinten als Verbrauchsmaterialien ein.


Das Produktspektrum des Unternehmens reicht von der kleinen Frankiermaschine MyMail bis zur großen Maschine CentorMail, die bis zu 150 Briefe pro Minute frankiert. Diese Profi-Frankiermaschine ermittelt in einem Arbeitsgang sämtliche Sendungsdaten, bringt zeitgleich individuelle Aufdrucke an und speichert alle Daten für die Weiterverarbeitung in anderen Anwendungen. Ein angeschlossenes Sortiermodul, das die frankierte Post nach festgelegten Kriterien sortiert, erhöht weiter die Effizienz der Briefverarbeitung.


Das neue Frankiersystem PostBase verbindet die analoge mit der digitalen Postwelt. Das neue Produkt, das während der Entwicklungsphase den Namen Phoenix trug, verfügt über zahlreiche Innovationen im Bereich der Mechatronik und Softwaresteuerung. Über ein Touchdisplay kann der Nutzer die PostBase sehr einfach und intuitiv handhaben. Mit dem FP Navigator – einer Softwarelösung zur Bedienung des Frankiersystems – kann die PostBase auch direkt über einen PC gesteuert werden. Der FP Navigator bietet den Anwendern zudem weitere Funktionen wie das Anlegen und die Kontrolle von Kostenstellen.


In Zukunft wird der FP-Konzern die PostBase außerdem an das FP Portal anbinden – eine Onlineplattform, über die die Kunden sämtliche Daten rund um ihre Briefkommunikation abrufen und gleichzeitig weitere Dienstleistungen nutzen können. So können sie über das Portal künftig direkt Konsolidierungsservices beauftragen, Hybridmails oder De-Mails verschicken.


Wichtigster Umsatzträger im Bereich Frankiermaschinen ist das sogenannte After-Sales-Geschäft-Geschäft mit seinen wiederkehrenden Umsätzen. Dazu zählen das Teleportogeschäft, der Verkauf von Verbrauchsmaterialien, die Erstellung von Klischees, Servicedienstleistungen und Softwarelösungen für die Kostenstellenverwaltung. Im Einzelnen ist darunter Folgendes zu verstehen: Jede Frankiermaschine kann automatisch mit einem Guthaben für das notwendige Briefporto aufgeladen werden. Für diese Dienstleistung erhält der FP-Konzern eine Servicegebühr, das sogenannte Teleporto. Zu den Verbrauchsmaterialien gehören im Wesentlichen die unterschiedlichen Tinten für die Frankiermaschinen. Diese werden abhängig vom Frankiermaschinenmodell in Form einer Farbbandkassette oder als Kartusche geliefert. Zu den Verbrauchsmaterialien zählt auch die Erstellung von kundenspezifischen Klischees, die den Frankieraufdruck durch werbende bzw. informierende Texte und Bilder ergänzen. Im Bereich der Servicedienstleistungen bietet der FP-Konzern – je nach Land und Kundensegment – unterschiedlich gebündelte Wartungs- und Serviceverträge an.

Produktbereich Software

Wachstumsstarker Geschäftsbereich


Die innovativen Softwarelösungen des FP-Konzerns funktionieren einfach und schnell. Mit einem Mausklick kann ein Brief über das Internet und unter Gewährleistung höchster Sicherheitsstandards verschickt werden. Dabei gibt es für die Kunden grundsätzlich zwei verschiedene Varianten: die Hybrid-Mail und die vollelektronische Lösung über De-Mail.


Der Spezialist für Hybrid-Mail ist die FP-Tochter internet access GmbH lilibit Berlin Gesellschaft für Kommunikation und Digitaltechnik, Berlin, (iab). Nach dem Börsengang erwarb der FP-Konzern bereits Ende 2006 eine Mehrheitsbeteiligung an der iab, dem Softwarespezialisten im Bereich der digitalen Briefkommunikation.


Die Mischung aus elektronischer und physischer Post wird Hybrid-Mail genannt. Der Brief wird vom Absender digital verschickt, der Empfänger erhält einen normalen Brief. Der FP-Konzern übernimmt den gesamten Herstellungsprozess dazwischen – vom Ausdrucken, Frankieren und Kuvertieren bis zur Übergabe der Briefe an einen Zustelldienstleister. Da der Brief digital verschickt wird, entfallen für den Kunden die hohen Aufwendungen für Papier, Umschlag und Drucker sowie Wegekosten zur Post beziehungsweise zum Briefkasten. Die Vorteile von traditionellen Briefen bleiben dabei erhalten. Gleichzeitig ermöglicht Hybrid-Mail die Schonung der Umwelt, da sich der physische Transportweg vom Absender zum Empfänger durch die elektronische Übermittlung deutlich verringern lässt.


Für kleine Unternehmen und Freiberufler eignet sich die Einstiegslösung FP WebMail, große Unternehmen setzen auf FP BusinessMail. Beide Lösungen funktionieren wie ein virtueller Drucker, d. h. Dokumente aus Windows-Umgebungen können per Mausklick verschickt werden. Die Online-Lösung FP WebBrief wurde für Privatkunden entwickelt. Diese Anwendung wird über einen Internetbrowser geladen. Danach trägt der Nutzer seinen Text in eine Maske ein, wie man es von einem Textprogramm gewohnt ist. Im vergangenen Jahr konnte der FP-Konzern das Portal GMX als Partner für seinen Online-Briefdienst FP WebBrief gewinnen. Auf dem Portal WEB.DE ist das Angebot schon seit einiger Zeit verfügbar. Im Rahmen der Kooperation können die Nutzer sich direkt über ihr E-Mail-Postfach bei den Online-Briefdiensten einloggen und damit Briefe einfach und kostengünstig verschicken.


Den Einstieg in die vollelektronische Kommunikation sicherte sich der FP-Konzern im Frühjahr 2011 durch die mehrheitliche Übernahme der mentana-claimsoft GmbH (bis 16. Dezember 2011 mentana-claimsoft AG). Das Unternehmen ist auf elektronische Signaturen spezialisiert und bietet zudem Produkte zur Absicherung elektronischer Dokumente und zur rechtsverbindlichen Kommunikation. Im März 2012 hat mentana-claimsoft als erstes Unternehmen die De-Mail-Akkreditierung erhalten. Auf der CeBIT überreichte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) der FP-Tochter die entsprechende Akkreditierungsurkunde.


Die De-Mail ist eine rechtsverbindliche und sichere Kommunikations-Infrastruktur für Deutschland. Bei der vollelektronischen Lösung verschicken die Kunden ihre Briefe digital, vertraulich, sicher und rechtsverbindlich. Verbindlich wird die De-Mail dadurch, dass sich sowohl Absender als auch Empfänger im Rahmen der erstmaligen Registrierung identifizieren müssen, bevor sie die Technologie nutzen können. Die Vertraulichkeit wird über eine besonders leistungsstarke Verschlüsselung sichergestellt. Das De-Mail-Gesetz definiert die Sicherheitsanforderungen und schafft so die rechtliche Grundlage dafür, dass die De-Mail die gleiche Rechtswirkung hat wie ein klassischer Brief.


Mit der strategischen Übernahme von mentana-claimsoft hat der FP-Konzern den Produktbereich Softwarelösungen konsequent ausgebaut und sein Produktportfolio optimal abgerundet, um den Kunden eine Multi-Channel-Kommunikation anzubieten. Der FP-Konzern ist damit der erste Komplettdienstleister für die Briefkommunikation, der sämtliche Versandkanäle bedienen kann.

Produktbereich Mail Services

Liberalisierung ermöglicht neue Geschäftsmodelle


Der Produktbereich Mail Services umfasst die Konsolidierung von Geschäftspost, die durch die Liberalisierung des Postmarktes möglich geworden ist. Nach dem Börsengang erwarb das Unternehmen Ende 2006 die freesort GmbH. freesort zählt mit neun Niederlassungen im Bundesgebiet zu den führenden unabhängigen Konsolidierern von Geschäftspost am deutschen Markt. Die Dienstleistung der Konsolidierung umfasst die Abholung von Briefen in den Unternehmen, die Sortierung der Briefe nach Postleitzahlen und die Auflieferung bei einem Briefzentrum der Deutschen Post oder alternativen Postzustellern.


Seit der Liberalisierung gewährt die Deutsche Post für konsolidierte Briefe Rabatte, die sich inzwischen auf bis zu 38 % belaufen. Einen Teil dieses Rabatts gibt der FP-Konzern an die Kunden weiter. Für Unternehmen bedeutet Konsolidierung also Zeit- und Geldersparnis.